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Blacklist für maildrop halbautomatisch erstellen

Auf meinem Uberspace nutze ich eine Kombination aus maildrop und Spamassassin um nervigem Spam schnell und ohne manuelles Eingreifen aus dem Verkehr zuziehen. Manchmal kommt es jedoch vor, dass eine E-Mail nicht als Spam erkannt wird oder – ebenfalls blöd – erwünschte Mails herausgefischt werden.

Mein Setup sieht vor das Mails zunächst gegen eine Whitelist geprüft werden, anschliesend folgt eine Blacklist und zuletzt, wenn weder Whitelist noch Blacklist angeschlagen haben folgt der Spamassassin. Wenn jetzt eine E-Mail von einem Spamabsender doch mal durchkommt habe ich bisher über SSH die Blacklist angepasst. Diese ist mittels der lookup-Funktion von maildrop angebunden.
Diesen Vorgang wollte ich nun Vereinfachen und habe ein kleines Script geschrieben, welches ein bestimmtes Verzeichnis im Maildir einliest und alle Mailadressen im ersten From-Header Zeilenweise in eine Blacklist schreibt. Die Einträge werden alphabetisch Sortiert und Dubletten entfernt.
So muss dann die entsprechende E-Mail nur noch in das Verzeichnis verschoben oder kopiert werden, um einen Blacklist-Eintrag zu erhalten.
Dieses Script, das nebenbei nach dem gleichen Muster auch eine Whitelist erstellt (falls der Spamassassin mal zu übereifrig ist), lasse ich mittels Runwhen einmal täglich ausführen. Nach der dem Durchlauf des Scripts können die Mails dann wieder aus dem Verzeichnis entfernt werden, die Einträge bleiben dabei natürlich erhalten.

Konfigurieren muss man bei Verwendung des Scripts die Variablen OUTPUT und INPUT:

  • OUTPUT – Hier gehört das Verzeichnis hinein wohin das Script die Listen schreiben soll, natürlich muss dieses Beschreibbar sein
  • INPUT – Diese Variable wird erst für den Durchlauf der Blacklist konfiguriert, hier gehört der Pfad zum Blacklist-Maildir hin
  • INPUT –Beim zweiten mal für den Durchlauf der Whitelist gehört der Pfad zum Whitelist-Maildir hin

Hier noch das gesamte Script:

Weitere Informationen zu maildrop und zur Einrichtung eines runwhen-Dienstes finden sich im Wiki der Ubernauten.

Update

Jetzt auch als Gist auf GitHub unter https://gist.github.com/golderweb/e02d405699588af09383 verfügbar, zum einfachen klonen oder forken.

Happy Birthday WP – 11 Jahre WordPress

Am 27. Mai 2003 wurde WordPress 0.71 veröffentlicht, die erste offizielle WordPress Version. In elf Jahren ist aus dem einfachen Blogging-System ein hochfunktionales und flexibles CMS geworden, das nicht von ungefähr eines der am meisten verwendeten ist.

Meine eigene Geschichte mit WordPress begann Anfang 2010 mit Version 2.9. Seit her hat sich einiges verändert, große Neuerungen waren z. B. die Custom Post Types (WP 3.0), die jährlich neuen Standard-Themes der „Twenty X“-Reihe (ab WP 3.0), die Adminbar (WP 3.1), der neue Uploader (WP 3.3), Autosave (WP 3.6), Automatische Updates (WP 3.7) und nicht zuletzt das Redesign des Admin-Bereichs (WP 3.8).

Was mir an WordPress gefällt ist die große Vielfalt an Aufgabenstellungen für die WordPress einsetzbar ist: Vom Ursprünglichen Zweck der ersten Versionen von WordPress ein simples Weblog zu erstellen über ein vollwertiges Webportal, ggf. mit Social-Komponente über BuddyPress bis zum Web Application Framework. Dazu kommt die einfache Anpassbarkeit, fehlende oder spezielle Funktionen lassen sich über eines der unzähligen Plugins nachrüsten, über Themes kann jeder seinem WordPress einen indiviuellen Anzug anziehen.

Außerdem gefällt mir, dass WordPress freie Open Source Software ist (GPLv2). Die Weiterentwicklung von WordPress folgt damit den Wünschen und Bedürftnissen seiner Community und nicht kommerziellen Interressen.

In diesem Sinne: „Liebes WordPress, ich wünsche dir (mindestens) weitere elf erfolgreiche Jahre als beliebtestes CMS, mit vielen interressanten Neuerungen.“

Kleiner Tipp am Rande, anlässlich dieses Geburtstages lässt das eine oder andere einschlägige Portal etwas springen, z. B. WordPress Deutschland.