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maildrop-Fallstricke und was man dagegen tun kann

Wenn maildrop-Filter mit der Zeit wachsen und komplexer werden steigt das Risiko, dass sich irgendwo ein Fehler einschleicht. Da die Debugging und Fehlererkennungsmechanismen von maildrop eher rudimentär ausfallen – besonders bei verteilten Filtern in mehreren Dateien – kann ein solcher Fehler schnell zum Verlust von E-Mails führen.

Probleme mit den Dateirechten

maildrop ist sehr empfindlich was die Dateirechte der Hauptfilterdatei (~/.mailfilter) angeht. Sind diese nicht auf 0600 gesetzt, verweigert maildrop jeglichen Dienst. Da ich meine Filter über git versioniere und git Dateirechte schlicht aus der umask generiert (Ausnahme ist das +x-Flag) kam es hier gelegentlich zu Problemen.

Die Lösung ist so einfach wie wirkungsvoll. Über die .qmail-Datei rufe ich ein Wrapper-Script auf, welches die Übergabe an maildrop versucht. Sollte ein Fehler auftreten, wird versucht die Rechte zu korrigieren und anschließend ein weiterer Versuch gestartet.

Der Vollständigkeit halber hier auch die entsprechende .qmail-Datei:

Fehler im Filter

Um bei Fehlern im Filtercode dennoch zumindest eine Zustellung zu ermöglichen, habe ich eine grundlegende Filterkonfiguration in die ~/.mailfilter gepackt. Daher sollte es an dieser eigentlich keine Änderungen geben, die Fehler verursachen können.

Der simple aber wirkungsvolle Gedanke dahinter – packe alles was irgendwie kritisch werden könnte in einen exception-Block, der alle möglichen Fehler auffängt. Wird die E-Mail innerhalb dieses Blocks zugestellt, passiert nichts mehr. Kann jedoch nicht zugestellt werden, wird die E-Mail in (fast) jedem Fall ins Standard-Maildir ~/Maildir zugestellt.

Mein persönliches Uberspace-Init Script

Ich habe mir ein kleines Script gebastelt, mit dem ich neuen Uberspaces mit wenigen Befehlen einge Voreinstellungen verpassen kann.

Die Funktion in Kürze:

  • Einen Symlink für das Übergeordnete Verzeichnis der Pseudo-DOCUMENT_ROOTs. Zwar nicht unbedingt notwendig aber cd www ist schneller getippt wie cd /var/www/virtual/$USER
  • Vorbereitung für die Daemontools: uberspace-setup-svscan
  • Ein bin– und ein git-Verzeichnis – benötige ich öfters.
  • E-Mail Weiterleitung zu einer auszuwählenden E-Mail-Adresse, oder ins Maildir.
  • Außerdem hole ich mir noch angepasste bash Konfigurationsdateien, die ich bei github abgelegt habe.

Mit dem Parameter bash-config-update wird nur der letzte Punkt ausgeführt. Mit dem Parameter cleanup werden Sicherungskopien der bash Konfiguration von bash-config-update nach /dev/null befördert.

Wenn dir das Uberspace-Init Script gefällt darfst du es gerne unter den Bedingungen der GNU GPLv3 weiterverwenden. Du findest es unter https://gist.github.com/golderweb/4feb43ed41b49bd7bc27. Einfach den Quelltext kopieren, mit git clonen oder einen Github-Fork erstellen.